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Großkonreuth 24, 95695 Mähring
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49.8878157, 12.430477001671
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Geschichte der Gemeinde
Historisch betrachtet gliederte sich dieser Grenzraum im Oberpfälzer Wald in die einstigen drei Richterämter: Propstei, Mähring, Griesbach.
Die Propstei des früheren Klosters Reichenbach am Regen umfasste den Raum Dippersreuth über Großkonreuth bis Hohenstein der heutigen Kirche St. Nikolaus. Dieses Gebiet einschließlich der Dörfer sollte mit seinen Abgaben das Einkommen des Klosters unmittelbar nach seiner Gründung 1118 verbessern.
Der Ort Mähring mit seinem Umland wird 1181 vom böhmischen König dem Kloster Waldsassen geschenkt und gehörte einst zur Diözese Prag. Dieser unmittelbare Grenzort mit einst geringen nutzbaren Flächen entwickelte sich zu einem bedeutenden Grenzübergang des Klosters, erhielt im 14. Jh. eine Kirche, später ein Richteramt und um 1500 das Braurecht, wurde seitdem als Flecken bezeichnet und war später auch Sitz einer Zollstelle und bis 1975 Sitz eines Staatlichen Forstamtes. Die in Jahrhunderten gewachsene enge Bindung zu deutschen Orten jenseits der Grenze ist der Grund für die Entstehung der St.-Anna-Kapelle mit Aussichtsturm auf dem Pfaffenbühl, dem alljährlichen Treffpunkt der Sudetendeutschen aus den Kreisen Plan-Weseritz.
Das Reichsdorf Griesbach wird 1285 kundbar, als der deutsche König das Patronatsrecht über die Pfarrei St. Martin zu Griesbach dem schon erwähnten Kloster Reichenbach überträgt. 1313 schenkt Kaiser Heinrich VII. Griesbach dem Kloster Waldsassen, an das einige Jahre später auch das Patronatsrecht übergeht. Die Herren „von Griesbach“, ein altes und verbreitetes Dynastengeschlecht jener Zeit, verkaufen im 14. Jh. ihre Herrenrechte und ausgedehnten Besitzungen ebenfalls an das reichsunmittelbare Kloster Waldsassen. Zahlreiche Dörfer dieses Raumes werden öde, die jahrzehntelangen Grenzfehden mit der Tachauer Herrschaft tragen zur Wüstungsentstehung bei.
Ein Großteil des Gemeindegebietes gehörte zur Propstei Hohenstein, die erst zur Grund- und Gerichtsherrschaft des Klosters Reichenbach gehörte und 1442 vom Kloster Waldsassen angekauft wurde. Mähring wurde Mittelpunkt eines Richteramtes im Stiftland. Im Freiheitsbrief von 1566 wurde Mähring schon als Flecken (Markt) bezeichnet.
Der gesamte Bereich unserer jetzigen Einheitsgemeinde erscheint fortan als Besitz des Zisterzienser-Klosters und teilt dessen Los bis zu Säkularisation 1803.
Die 1818 entstandene politische Gemeinde Mähring wurde um die bis 1978 selbständigen Gemeinden Dippersreuth, Griesbach und Großkonreuth erweitert.
